Aufbrechen gegen Schwarz-Blau: Konferenz gegen die Politik für Reiche

Sonntag, 3. Juni, 10:00 – 17:30, WUK (Währinger Straße 59, Wien)

Der Widerstand gegen die rechtskonservative ÖVP-FPÖ-Regierung steht vor großen Herausforderungen. Welche Möglichkeiten gibt es, sich den Regierungsvorhaben entgegenzustellen um diese wirklich zu stoppen? Auf welche Auseinandersetzungen wollen wir uns konzentrieren? Wir debattieren über unterschiedliche Erfahrungen und Strategien, doch eines ist klar: Der Widerstand kann nur tragfähig werden, wenn sich die beteiligten Organisationen in der Gesellschaft verankern.
Aufbruch versucht daher Organisierungs-Prozesse am Arbeitsplatz, an der Uni, an der Schule, am Wohnort und im öffentlichen Raum zu unterstützen und voranzutreiben. Die Konferenz ist ein Schritt in diese Richtung.

Konferenz

Programm

Workshops in 5 Themenbereichen | 10.00 – 15.00 Uhr
Feminismus | Soziale Infrastruktur | Arbeit | Antirassismus | Klimakrise

Theorie & Analyse | 10.00 – 12.00 Uhr
Was sind die aktuellen Probleme in den Bereichen, wer ist
davon besonders betroffen und wie hängt das alles mit dem
Kapitalismus zusammen?

Politische Praxis & soziale Bewegungen | 13.00 – 15.00 Uhr
AktivistInnen erzählen von den politischen Initiativen in
denen sie aktiv sind, ihren Strategien, den Erfolgen und
Misserfolgen.

Voneinander lernen: Zusammenfassungen der Workshops und Perspektiven für die kommende Zeit | 15.30 – 17.15 Uhr
In der Abschlussdiskussion führen wir die verschiedenen Bereiche zusammen. Was sind die Gemeinsamkeiten, wie können wir voneinander lernen und mit welchen Methoden können wir etwas ändern? Welche konkreten Aktivitäten sind in den nächsten Wochen und Monaten geplant?

Erste_Konferenz

Worum geht es in den Workshops?

Feminismus
Kämpfe von Frauen* um ihre Rechte sind immer aktuell, besonders heute. Unter Schwarz-Blau nehmen die Angriffe auf Frauen*- LGBTQI- und Trans*rechte verstärkt zu.
Vielerorts tun sich Frauen* zusammen, organisieren sich und leisten auf vielfältige Arten Widerstand. Gemeinsam verschaffen wir uns einen besseren Überblick über die kämpferischen Erfahrungen der vergangenen Jahre und über unsere jetzigen Schauplätze.

Klimakrise
Die Klimaerwärmung offenbart, welche Zerstörungskraft und Konflikte die kapitalistische Produktionsweise mit sich bringt. In diesem Workshop betrachten wir das komplexe Thema „Klimawandel“ aus verschiedenen Blickwinkeln. Wir analysieren welche “Lösungen” zu kurz greifen- z.B. Grüner Kapitalismus – und denken gemeinsam mit Aktivist*innen aus Umweltbewegungen darüber nach, mit welchen politischen Mitteln der Klimakrise begegnet werden kann.

Soziale Infrastruktur
Der Sozialstaat war lange Zeit mit Errungenschaften der Arbeiter*innen-Bewegung angereichert. Seit den 1980er Jahren und besonders aktuell wird der Sozialstaat durch die Zunahme aktivierender und strafender Elemente umgeformt – daher der Mythos der sozialen Hängematte.
Wir diskutieren, wie der Kampf gegen exkludierende und repressive Elemente des Sozialstaats mit Forderungen für bessere Rahmenbedingungen im Sozialbereich verbunden werden kann.

Arbeit
Die schwarz-blaue Regierung will alle gesellschaftlichen Belange der Verteidigung und Stärkung des Wirtschaftsstandorts Österreichs unterordnen. Das bedeutet mehr Konkurrenz und Leistungsdruck für die Arbeitnehmer*innen und erschwert Widerstand am Arbeitsplatz.
Wir analysieren die aktuelle Situation in der Arbeitswelt und die schwarz-blauen Vorhaben. Wir wollen mit Akteur*innen aus Betrieb, Betriebsrat, Gewerkschaft und Arbeiterkammer Gegenstrategien finden.

Antirassismus
Unter Schwarz-Blau steigt besonders der Rassismus gegenüber Muslim*innen und Geflüchteten.
Was aber ist die Funktion von Rassismus, und welche Auswirkungen haben rassistische Maßnahmen auf den Lebens- und Arbeitsalltag der Betroffenen?
Wir diskutieren darüber wie sich der Kampf für soziale Gerechtigkeit mit antirassistischen Forderungen verbinden lässt.