Aktuell

Wir haben uns heute von unserem Genossen Nikolaus Hamann verabschieden müssen. Wir werden ihn sehr vermissen.

Nikolaus ist vor zwei Jahren bei Aufbruch aktiv geworden. Nikolaus hat gleichzeitig in mehreren Aufbruch-Gruppen intensiv gearbeitet sowie sich vom ersten Treffen an, an Kampagnenaktivitäten beteiligt. Schon vor zwei Jahren war er in der Themengruppe „Reichtum“ aktiv. Nikolaus hatte einen feinen Sinn dafür, Ungerechtigkeiten in der Gesellschaft zu erkennen und zu thematisieren. In der Themengruppe „Reichtum“ wollte er sich dagegen stark machen, dass einige wenige Menschen so viel haben, während andere nicht auskommen; Er sammelte Grafiken und Hintergrundliteratur für alle, verschriftlichte Positionen und diskutierte Aktionsideen.

Vor einem Jahr hat er bei der Programmfindungsgruppe teilgenommen, die Aufbruch eine Struktur und ein Selbstverständnis geben sollte. Über diese Gruppe hat er selbst gesagt, dass sie ein positives Beispiel für solidarische Zusammenarbeit war. Bis vor kurzem war Nikolaus noch in der Koordination von Aufbruch aktiv, bis seine Krankheit ihn zum Rückzug zwang. Nikolaus war nicht nur inhaltlich und organisatorisch aktiv, sondern auch solidarisch bei vielen Demonstrationen mit Transparent oder Schild vertreten.

Nikolaus hat seine Liebe zur Sprache für unsere gemeinsamen politischen Aktionen genutzt, uns umfangreiche Zitatsammlungen geschenkt. Ebenso hat er seine Kontakte zu Künstler*innen rasch und verlässlich in unsere Aktionsplanungen eingebaut.

In der gemeinsamen Arbeit bei Aufbruch haben wir Nikolaus als einen sehr besonnenen, klugen, aktiven, humorvollen Genossen kennengelernt. Bei Diskussionen haben wir Nikolaus ruhig, aber aufmerksam wahrgenommen. Seine klugen Positionen und Argumente hat er gut überlegt und mit einer unaufdringlichen Bestimmtheit eingebracht.

Nikolaus hatte nie ein Problem damit, mit deutlich jüngeren Menschen aktiv zu sein und ihnen zuzuhören.

Für uns war Nikolaus ein liebenswerter Genosse, der uns mit seiner wertschätzenden Art sehr abgehen wird, wir können viel von ihm mitnehmen, von seinem Engagement und seiner Fairness in Diskussionen.

Nikolaus, wir werden dich nicht vergessen!

Sonntag, 3. Juni, 10:00 – 17:30, WUK (Währinger Straße 59, Wien)

Der Widerstand gegen die rechtskonservative ÖVP-FPÖ-Regierung steht vor großen Herausforderungen. Welche Möglichkeiten gibt es, sich den Regierungsvorhaben entgegenzustellen um diese wirklich zu stoppen? Auf welche Auseinandersetzungen wollen wir uns konzentrieren? Wir debattieren über unterschiedliche Erfahrungen und Strategien, doch eines ist klar: Der Widerstand kann nur tragfähig werden, wenn sich die beteiligten Organisationen in der Gesellschaft verankern.
Aufbruch versucht daher Organisierungs-Prozesse am Arbeitsplatz, an der Uni, an der Schule, am Wohnort und im öffentlichen Raum zu unterstützen und voranzutreiben. Die Konferenz ist ein Schritt in diese Richtung.

Konferenz

Programm

Workshops in 5 Themenbereichen | 10.00 – 15.00 Uhr
Feminismus | Soziale Infrastruktur | Arbeit | Antirassismus | Klimakrise

Theorie & Analyse | 10.00 – 12.00 Uhr
Was sind die aktuellen Probleme in den Bereichen, wer ist
davon besonders betroffen und wie hängt das alles mit dem
Kapitalismus zusammen?

Politische Praxis & soziale Bewegungen | 13.00 – 15.00 Uhr
AktivistInnen erzählen von den politischen Initiativen in
denen sie aktiv sind, ihren Strategien, den Erfolgen und
Misserfolgen.

Voneinander lernen: Zusammenfassungen der Workshops und Perspektiven für die kommende Zeit | 15.30 – 17.15 Uhr
In der Abschlussdiskussion führen wir die verschiedenen Bereiche zusammen. Was sind die Gemeinsamkeiten, wie können wir voneinander lernen und mit welchen Methoden können wir etwas ändern? Welche konkreten Aktivitäten sind in den nächsten Wochen und Monaten geplant?

Erste_Konferenz

Worum geht es in den Workshops?

Feminismus
Kämpfe von Frauen* um ihre Rechte sind immer aktuell, besonders heute. Unter Schwarz-Blau nehmen die Angriffe auf Frauen*- LGBTQI- und Trans*rechte verstärkt zu.
Vielerorts tun sich Frauen* zusammen, organisieren sich und leisten auf vielfältige Arten Widerstand. Gemeinsam verschaffen wir uns einen besseren Überblick über die kämpferischen Erfahrungen der vergangenen Jahre und über unsere jetzigen Schauplätze.

Klimakrise
Die Klimaerwärmung offenbart, welche Zerstörungskraft und Konflikte die kapitalistische Produktionsweise mit sich bringt. In diesem Workshop betrachten wir das komplexe Thema „Klimawandel“ aus verschiedenen Blickwinkeln. Wir analysieren welche “Lösungen” zu kurz greifen- z.B. Grüner Kapitalismus – und denken gemeinsam mit Aktivist*innen aus Umweltbewegungen darüber nach, mit welchen politischen Mitteln der Klimakrise begegnet werden kann.

Soziale Infrastruktur
Der Sozialstaat war lange Zeit mit Errungenschaften der Arbeiter*innen-Bewegung angereichert. Seit den 1980er Jahren und besonders aktuell wird der Sozialstaat durch die Zunahme aktivierender und strafender Elemente umgeformt – daher der Mythos der sozialen Hängematte.
Wir diskutieren, wie der Kampf gegen exkludierende und repressive Elemente des Sozialstaats mit Forderungen für bessere Rahmenbedingungen im Sozialbereich verbunden werden kann.

Arbeit
Die schwarz-blaue Regierung will alle gesellschaftlichen Belange der Verteidigung und Stärkung des Wirtschaftsstandorts Österreichs unterordnen. Das bedeutet mehr Konkurrenz und Leistungsdruck für die Arbeitnehmer*innen und erschwert Widerstand am Arbeitsplatz.
Wir analysieren die aktuelle Situation in der Arbeitswelt und die schwarz-blauen Vorhaben. Wir wollen mit Akteur*innen aus Betrieb, Betriebsrat, Gewerkschaft und Arbeiterkammer Gegenstrategien finden.

Antirassismus
Unter Schwarz-Blau steigt besonders der Rassismus gegenüber Muslim*innen und Geflüchteten.
Was aber ist die Funktion von Rassismus, und welche Auswirkungen haben rassistische Maßnahmen auf den Lebens- und Arbeitsalltag der Betroffenen?
Wir diskutieren darüber wie sich der Kampf für soziale Gerechtigkeit mit antirassistischen Forderungen verbinden lässt.

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Zwanzig Jahre nach dem ersten Frauenvolksbegehren von 1997 beginnt mit 12.02.2018 die Eintragungswoche zur Unterstützung der Einrichtung eines Frauenvolksbegehrens 2.0.

Forderungen sind unter anderem:

– Arbeitszeitverkürzung
– Ausbau der Kinderbetreuungsplätze
– Einkommensunterschiede beseitigen
– Recht auf Selbstbestimmung
– Kostenübernahme für Verhütung
– Armut bekämpfen
– Gewalt verhindern
– Wahlfreiheit ermöglichen
– Vielfalt leben
– Schutz gewähren

Die Unterstützung des Frauenvolksbegehrens ist ein wichtiges Zeichen für den Kampf für Gleichberechtigung. Allerdings müssen wir uns auch darüber hinaus gemeinsam für die Forderungen stark machen. Die derzeitige Bundesministerin für Frauen, Familien und Jugend, Juliane Bogner-Strauß von der ÖVP, wird das Frauenvolksbegehren nicht unterstützen. Auch in der Vergangenheit haben ÖVP und FPÖ bereits mehrfach gezeigt, dass sie Frauenrechte mit Füßen treten. Umso wichtiger ist es, dass wir uns nun organisieren und gemeinsam für unsere Rechte kämpfen.

Informationen zum Ablauf: Erforderlich sind vorerst einmal 8.401 Unterschriften, um das Frauenvolksbegehren 2018 offiziell einreichen zu können. Diese Unterschriften können persönlich auf jedem Gemeindeamt, in den Städten auf jedem Magistrat und in Wien auf den Magistratischen Bezirksämtern geleistet werden. Erstmals gibt es weiters die Möglichkeit, mittels Handysignatur oder Bürger*innenkarte online zu unterzeichnen.

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Aufbruch konnte in seinem fünften „Aufbruch im Gespräch“ mit Silvia Federici eine internationale, marxistische Feministin als Diskutantin zur differenzierten Betrachtung des Kampagnenthemas Wohnen gewinnen, die durch ihre aktivistische, radikale und kämpferische Art den feministischen Aspekt in dieses Alltagsthema einbrachte.

Silvia Federici ist italienisch-amerikanische Wissenschaftlerin und emeritierte Professorin für politische Philosophie und Women Studies. Sie wurde vor allem durch ihre Verknüpfung von feministischer Kritik und marxistischer Analyse bekannt. In ihrer bekanntesten Arbeit „Caliban und die Hexe“ untersucht sie die kapitalistische Rationalisierung der sozialen Reproduktion durch die Abschaffung von Allgemeingütern und die Diskriminierung und Verfolgung von Frauen im Mittelalter. Ein zentraler Fokus in Federicis Arbeit ist, den Bereich der – meist von Frauen ausgeübten – unbezahlten Tätigkeiten in Haushalt, Pflege und Familie als Grundlage für das Funktionieren des Kapitalismus wahrzunehmen. Die sogenannten „Commons“ sieht Federici als kollektives Eigentum, das von einer Gesellschaft organisiert wird. Reproduktionsarbeit, die in den Commons geleistet wird, ist für sie eine konkrete Alternative zur Reproduktionsarbeit im Kapitalismus.

Zum Thema „ Wohnen feministisch gedacht“ diskutierte sie am 17.6.2017 mit Mara Verlič und Aufbruch-Aktivistin Elisabeth und der Aufbruch-Moderation von Franziska im gut besuchten Schütte-Lihotzky Hörsaal der TU Wien.

Mara Verlič ist Stadtsoziologin in Wien. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit Fragen der Wohnversorgung, sozialen Ungleichheit, neoliberalen Stadtpolitik, Gentrifizierung und der Frage eines Rechts auf Stadt. Seit 2014 arbeitete sie gemeinsam mit einem Forschungsteam an dem Projekt „Spaces of Commoning: Artistic Practices, the Making of Urban Commons and Visions of Change“.

In der zweistündigen Veranstaltung wurde über die Wohnversorgung in Wien, aber auch über Feminismus in der Wohnversorgung sowie über persönliche und politische Eindrücke, Positionen und Forderungen diskutiert. Silvia Federici erläuterte anfangs die in ihrem Buch „Caliban und die Hexe“ erforschten Zusammenhänge des Allgemeineigentums, des Femizids der Hexenverbrennungen, der unbezahlten Reproduktionsarbeit als Vorbedingungen für die Installierung des Kapitalismus. Die unbezahlte weibliche Erziehungs- und Reproduktionsarbeit, die die Arbeitskräfte für den Arbeitsmarkt erzog und versorgte, damit diese den Reichtum anderer vermehrten, wurde so zum wichtigen Stabilisationsfaktor für diesen Reichtum.

Auch ging sie auf die spezielle Stadtviertelgestaltung (suburbs) in den USA ein, die der Trennung und bewussten Abgrenzung von bezahlter und unbezahlter Arbeit dient und auch zur beabsichtigten Distanz der Hausfrauen untereinander führt, um gemeinschaftliches Vorgehen zu verhindern. Sie zeichnete auch ein dramatisches Bild der Immobilienkrise (subprime mortgage crise) in den USA, wo Tausende aus ihrer Wohnung vertrieben wurden.

Im Ausblick stellte sie mit den Commons ein alternatives Modell zur Gestaltung der Reproduktions- und Produktionsarbeit dar und betonte immer wieder die Bedeutung des selbstorganisierten Kollektivs, sei es in Form von urban gardening, Gemeinschaftsküchen oder gemeinschaftlichem Wohnen und Leben. Diesen Aspekt der in Wien existierenden alternativen Wohnformen betonte auch Mara Verlič in ihren Ausführungen als Alternative zur paternalistischen Wohnpolitik. Zuvor verschaffte sie dem Publikum einen Einblick in die Wohnpolitik Wiens anhand der Aspekte Zugänglichkeit, Leistbarkeit und Gestaltbarkeit der privaten, genossenschaftlichen und Gemeinde- Wohnungen.

Zentral im Diskurs war auch die Wohnraumschaffung mit der feministischen Forderung nach geschlechtergerechtem Wohnen und Leben aus persönlicher, weiblicher Erfahrung. Der aktivistische Aspekt trat dabei sehr stark ins Rampenlicht.

Dass Wohnen einen Gemeingut ist, auf das wir alle Recht haben, war sicher ein gemeinsamer Nenner dieses Abends. Daher gilt als weiterführendes Motto: Leistbares Wohnen für ALLE!

Wir bedanken uns herzlich bei Hilde Grammel für die Übersetzung und besonders bei Silvia Federici für ihre Teilnahme und eine inspirierende und bereichernde Diskussion.

AUFBRECHEN FÜR FRAUENRECHTE!

Am Samstag, 13. Mai um 10 Uhr will die Lokalgruppe Wien 9/18/19 am Kutschkermarkt über die laufende Wohnen-Kampagne informieren. Infotisch und Schätzspiel sollen die Flyeraktion ergänzen und ermöglichen, mit InteressentInnen und PassantInnen ins Gespräch zu kommen sowie zu unserem nächsten Treffen einzuladen.

Alle AufbrecherInnen, die uns unterstützen wollen sowie InteressentInnen sind herzlich willkommen!

Wien-West-Treffen
24. Februar, 19.00 bis 22.00 Uhr, danach noch gemütlich..
Librería Utopía
Preysinggasse 26-28/1, A-1150 Wien
(U3 Schweglerstraße, Ausgang Stättermayergasse)

Wozu?
Das Wien-West-Treffen …
… soll einen Rahmen bieten zur Vernetzung mit anderen Lokalgruppen in der Nähe und zum Kennenlernen von anderen Aktivist*innen. Der Aufbruch endet nicht an der Bezirksgrenze.
… wird das Thema Wohnen behandeln. Wir wollen inhaltlich ins Kampagnenthema einsteigen und darüber reden, was im Westen von Wien besonders relevant ist.
… ist ein Raum, um Ideen zu finden und auszutauschen. Ein Möglichkeit zum ergebnisoffenen Nachdenken über Aktionen und Aktivitäten.

Wie? Was?
Nach der ersten Orientierung werden Michi (Themengruppe Wohnen) Karin (Lokalgruppe 1150) und Johannes (Lokalgruppe 1160) inhaltliche Impulse zu Wohnen und Mobilität geben. Die anschließende Diskussion soll dann dazu übergehen, konkrete Ansatzpunkte zu finden.
Das Ende des moderierten Teils wird etwa um 22.00 Uhr sein. Danach gibt es Zeit und Getränke für weitere Gespräche.

Im Vor2016-11-24-19-46-41feld der Let them stay! Demonstration am 26.11. organisierte Aufbruch eine Diskussionsveranstaltung mit Michael Genner, Obmann des Vereins Asyl in Not, ein Verein der neben politischem Aktivismus auch Rechtsberatung betreibt, zu den neuesten Grausamkeiten im Asylwesen.

Der „Sommer der Migration“ als Falle?

Genner meint, dass die Grenzöffnung und die selbstorganisierte Flüchtlingshilfe einen großartigen Moment, eine „erste Etappe“, darstellten, der für einen kurzen Augenblick die Machtverhältnisse ins wanken brachten. So großartig dieser Moment war, die Grenzöffnung kann laut Genner auch als „Falle“ gesehen werden. Sind Geflüchtete erst einmal erfasst sind sie auch einfacher zu deportieren.

Dies passiert nun auch in einer „zweiten Etappe.“

Fristgerechte Deportationen, Rücknahme in den Bürgerkrieg, offene Autoritarisierung

Da Menschen, die seit über sechs Monaten im Bundesgebiet aufhältig sind, nicht mehr im Rahmen des Dublin-Abkommens rückgeschoben werden können, wurden die Behörden offenbar auf Geheiß „von oben“ aktiv, da zahlreiche vermeintlich über Kroatien eingereiste Geflüchtete dabei sind, diese Frist zu erreichen. Mit brutalen Folgen: Menschen wurden spätnachts zu Hause abgeholt, teilweise sogar aus Krankenhäusern.

Kroatien ist zwar ein EU Land – die Zustände in den beiden Lagern, eines davon ein Hotel, sind aber dennoch schockierend. Menschen schlafen auf dem kalten Fußboden, gegen Krankheiten und Beschwerden jeder Art wird pauschal Aspirin abgegeben. Vergleiche zu Griechenland, wohin Abschiebungen gerichtlich untersagt sind, drängen sich auf. Auch formiert sich österreichweiter Widerstand gegen die Deportationen von FreundInnen, NachbarInnen und MitschülerInnen.

Taucht ein Asylwerber unter, verlängert sich die sechs-Monatsfrist auf 18 Monate. Eine Taktik, die mittels Unterstützung Geflüchtete auch schon angewandt haben. Asyl in Not rief auch schon einmal dazu auf, Geflüchtete im Untergrund zu unterstützen. Eine Aufforderung, von der sich Genner auch 2016 nicht distanziert.

„Absurd“ findet Genner auch das geplante Rücknahmeabkommen, zu welchem die afghanische Regierung aktuell von europäischer Seite bedrängt wird. Es gibt Anschläge im ganzen Land, ständig wird eine neue zuvor als sicher geltende Stadt von den Taliban-Milizen überrannt, die mörderischen Banden von Daesh (ISIS) treiben in Teilen des Landes ihr Unwesen.

Einen großen Sprung nach vorn in Richtung Autoritarismus schließlich stellt die geplante Notverordnung dar. Ihre schwammige Formulierung würde nicht nur etwa repressive Maßnahmen gegen Geflüchtete (Transport an die nächste Landesgrenze) ermöglichen sondern auch staatsterroristisches Vorgehen gegen Medien und Gewerkschaften – Erdogan lässt grüßen!

Abschließend stellte Genner klar dass es sich nicht um die besten Zeiten, aber auch nicht um die schlechtesten handelt. Mittels Maßnahmenbeschwerden (im Falle der Notverordnung) wird Asyl in Not ein weiteres Mal versuchen, die Staatsapparate mittels „learning by paying“ (hohe durch die Republik zu entrichtende Strafen bei den Verwaltungsgerichten) zum Umlenken zu zwingen.

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Wir können uns die Reichen nicht mehr leisten!

Rekordarbeitslosigkeit. Schlecht bezahlte und unsichere Jobs. Gehaltsschere. Steigende Mieten. Kürzung bei Mindestsicherung und Pensionen. Abbau des Sozial- und Gesundheitssystems. Für die meisten von uns wird das Leben immer schwieriger. Gleichzeitig wächst der unerhörte Reichtum einiger weniger immer weiter. Sie sagen: „Wir können uns soziale Sicherheit nicht mehr leisten“. Die Wahrheit ist: Wir können uns die Reichen nicht mehr leisten!

Reichtum ist Macht!

Die Reichen können Politik in ihrem Interesse durchzusetzen. Sie wollen 1-Euro-Jobs und den 12-Stunden-Tag. Und die Regierung folgt! Unsere Rufe nach sozialen Verbesserungen werden ignoriert. Stattdessen lenken sie mit rassistischer Hetze von den sozialen Problemen ab.

Der Reichtum, den wir schaffen, macht die Reichen reich!

Es ist unsere Arbeit, im Betrieb und im Haushalt, die den Reichtum schafft. Doch einige Wenige eignen sich diesen Reichtum an. Ihr Reichtum basiert fußt beruht auf der Ausbeutung unseres Planeten und globaler Ungleichheit. Die reichsten 5 % besitzen 60 % des Reichtums. Es geht also nicht nur um Einzelpersonen: dieses Wirtschaftssystem produziert Reichtum für wenige und Armut für viele.

So wie bisher kann es nicht weitergehen!

Wir werden zeigen, wo der Reichtum hinfließt: zu den Banken, den Konzernen, den Reichen. Wir wollen gute Arbeit, gutes Wohnen und ein gutes Gesundheits- und Sozialsystem für alle. Wir können uns die Reichen nicht mehr leisten!

Sei dabei. Brechen wir dieses System auf. Bauen wir die neue Kraft auf, die dafür nötig ist.

Bundesweite Aktionstage 27. 28. 29. Oktober 2016

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Aufbruch!

So wie bisher kann es nicht weitergehen.

Für die meisten von uns wird das Leben immer schwieriger – und unser berechtigter Ärger wächst. Die Arbeitslosigkeit ist auf Rekordniveau, schlecht bezahlte und unsichere Jobs werden zur Regel. Mindestsicherung und Pensionen stehen unter Beschuss, während der unerhörte Reichtum einiger weniger immer weiter steigt. Frauen schuften sich im Haushalt ab, im Beruf bekommen sie für die gleiche Arbeit weniger Lohn als Männer. Die Mieten können sich viele von uns nicht mehr leisten und die Zwei-Klassen-Medizin ist längst Alltag. Als Sündenbock für die zahlreichen Missstände büßen die Flüchtlinge. Der Rassismus frisst sich immer tiefer in unsere Gesellschaft hinein. Jenseits unserer Grenzen ist es nicht besser, im Gegenteil: Kriege und Umweltzerstörung vernichten die Lebensgrundlage ganzer Generationen. Menschen auf der Flucht werden mit Stacheldraht und Tränengas bekämpft. Europaweit treiben Bankenrettungen und Kürzungspolitik Millionen in die Armut. Dieses Wirtschaftssystem hat keine Zukunft, es zementiert die globale Ungerechtigkeit. Schluss damit!

Alle genannten Konflikte sind von einer Logik durchzogen: Die da oben gewinnen – und wir verlieren. Die da oben, das sind die Reichen, die fast alles einstreifen, das wir gemeinsam erwirtschaften. Die da oben, das sind auch die politischen Eliten, die dieses ungerechte System stützen und ausbauen. Sie haben uns keine Lösungen zu bieten, sie sind Teil des Problems. Gegen ihren Kurs gibt es eine große Vielfalt an Widerstand, auch in Österreich. Doch er bleibt oft vereinzelt und kann ihre Herrschaft bislang nicht erschüttern.

So kann es nicht weitergehen – und so wird es nicht weitergehen. Wir meinen: Die Zeit ist reif für einen Aufbruch. Wir wollen uns zusammentun und gemeinsame, solidarische Antworten auf die vielen Missstände und Krisen geben. Wir sind Menschen aus sozialen Bewegungen, Gewerkschaften, Parteien, Umweltgruppen, linken, migrantischen und feministischen Organisationen sowie engagierte Privatpersonen. Was uns verbindet ist der Kampf für einen Kurswechsel, für soziale Sicherheit und eine neue Art des Wirtschaftens, für ein menschenwürdiges und gutes Leben für alle. Wir kämpfen für mehr Solidarität und mehr Freiheit – die Freiheit von Angst, Unterdrückung und Ausbeutung.

Brechen wir gemeinsam auf und zeigen wir, dass es anders geht! Wir meinen alle unter euch, die die Dinge in Österreich endlich zum Besseren ändern wollen. Egal, ob ihr in politischen Gruppen aktiv seid, das noch nie wart oder euch aus ihnen zurückgezogen habt – macht mit! Wehren wir uns gegen den Rassismus, den etliche von uns täglich zu spüren bekommen. Wehren wir uns dagegen, dass unsere demokratischen Rechte immer weiter beschnitten werden. Lassen wir uns nicht länger gefallen, dass viele von uns Zukunftsängste haben müssen, während wenige im Überfluss leben. Brechen wir das System auf, das daran schuld ist. Bauen wir die neue Kraft auf, die dafür nötig ist.

Unser gemeinsamer Aufbruch hat ein Datum: Am 3. und 4. Juni veranstalten wir eine Aktionskonferenz im F23 (Breitenfurter Straße 176, 1230 Wien) in Wien-Liesing. Dort stellen wir unsere bisherigen Überlegungen vor und entwickeln mit euch weitere Pläne. Anschließend wollen wir unsere Ideen verbreiten und neue Mitstreiter_innen gewinnen. Um viel zu verändern, müssen wir viele sein.

Zusammen sind wir das. Warten wir nicht länger auf bessere Zeiten – machen wir sie. Kämpfen wir gemeinsam!

Alberndorf, Braunau, Graz, Groß-Jedlersdorf, Halbturn, Innsbruck, Linz, Litzelsdorf, Maria Enzersdorf, Markt St. Martin, Mauerbach, Mörbisch, Neufeld, Nikitsch, Oberwart, Purkersdorf, Salzburg, Scharnstein, Scheibbs, Schwechat, Traiskirchen, Wien – am 13. April 2016

Moritz Ablinger
Edma Ajanovic
Bernhard Amanshauser
Katerina Anastasiou
Dagmar Andree
Nina Andree
Marcel Andreu
Maria Asenbaum
Berivan Aslan
Walter Baier
Azra Bajrica
Kamile Batur
Josef Baum
Dieter Behr
Markus Berger
Martin Birkner
Karin Blum
Michael Bonvalot
Tobias Boos
Ulrich Brand
Trautl Brandstaller
Wolfgang Braun
Tobias Brugger
Anna Daimler
Madeleine Drescher
Veronika Duma
Naomi Dutzi
Tamara Ehs
John Evers
Sina Farahmandnia
Josef Falkinger
Walter Famler
Peter Fleissner
Franziskus Forster
Agnes Friesenbichler
Ulli Fuchs
Myriam Gaitsch
Franz Gall
Boris Ginner
Michael Gogola
Christina Götschhofer
Marcell Göttert
Lucia Grabetz
Romy Grasgruber-Kerl
Stefan Grasgruber-Kerl
Peter Grassberger
Markus Griesser
Can Gülcü
Naomi Günes-Schneider
Ralph Guth
Rainer Hackauf
Julia Harnoncourt
Susanne Haslinger
Sabine Hattinger-Allende
Christine Heindl
Michael Markus Heindl
Miriam Herlicska
Georg Herrnstadt
Oliver Jonischkeit
Fiona Kaiser
Max Kasy
Elisabeth Klatzer
Lukas Daniel Klausner
Alban Knecht
Käthe Knittler
Martin Konecny
Markus Koza
Thomas Kreiml
Helmuth Krieger
Mevlüt Kücükyasar
Cengiz Kulaç
Sebastian Kugler
Martin Kuri
Hanna Lichtenberger
Philipp Lindner
Sonja Luksik
Axel Magnus
Ines Mahmoud
Alexander Maly
Martina Mayrhofer
Bärbel Mende-Danneberg
Josef Meszlenyi
Philipp Metzger
Gergana Mineva
Lisa Mittendrein
Heinz Mittermayr
Fayad Mulla
Renate Nahar
Magdalena Neumüller
Lukas Oberndorfer
Benjamin Opratko
Agnes Peterseil
Melanie Pichler
Ako Pire
Daniela Platsch
Philipp Probst
Christian Promitzer
Florian Reiter
Martin Risak
Rubia Salgado
Irmi Salzer
Fritz Schiller
Dagmar Schindler
René Schindler
Valentin Schwarz
Johannes Schweighofer
Lisa Sinowatz
Nikolai Soukup
Cornelia Staritz
Barbara Steiner
Sandra Stern
Alexandra Strickner
Gerald Strobel
Samuel Stuhlpfarrer
Anna Svec
Ramin Taghian
Florian Toifl
Mihrican Topal
Pablo Torija
Miro Verdel
Hans Christian Voigt
Daniela Vukadin
Julia Wais
Franziska Wallner
Stefanie Wöhl
Didi Zach
Alfred Zopf
Tobias Zortea